Dezember20

ho ho hoe (!), dezember.

++ over and out // glitzer-weihnachts-papier // feiertags-faulheit // muma // dr., du bleibst zurück // einmal mehr: freundinnen!
-- blinkende weihnachtsdeko // level leer // entslowen ist das neue entsaften // vorsätze // was bringt uns das ende?

Buch

Ich glaub, mir geht's nicht so gut, ich muss mich mal irgendwo hinlegen, Benjamin von Stuckrad-Barre

Song

Prost mein Schatz, Steiner & Madlaina

Moment

Spaziergang im Schnee mit Mama und Papa, 26. Dezember

Gespräch

Ehrlich sein bei Célina - eingeklemmt zwischen Kühlschrank und Wand, der Burger in der Hand

Gefühlslage

Offline, bei dir und un­ge­recht­fer­tig­ter­wei­se (?) glücklich 

Notification

Auszeiten tun gut. Nimm dir mehr davon

Dezember20
Dezember20
Dezember20

Einmal angenommen, ich hätte Wandtattoos, dann würden diese im Dezember mit einem Ausruf purer Freude von allen vier Wänden gerissen werden. «Träume nicht dein Leben. Lebe deinen Traum». Vergilbt gelbe Kleberückstände würden mich anstarren. Und ich würde zurückstrahlen. «Jeder Tag ist ein neuer Anfang». Nicht so im Dezember. Denn der Dezember bedeutet für mich, sadistisch viel Zeit damit zu verbringen, jegliche Miseren der letzten Monate Revue passieren zu lassen. Misstritte und Misserfolge. Halbfertig gelesene Bücher und unaufgeräumte Einbauschränke. Ich halte ironisch nostalgisch an nicht abgearbeiteten Listen fest und geniesse fast schon, wie viele Projekte im vergangenen Jahr kein grünes Licht sahen.

Für Fulltime-schwarz-Romantikerin wie mich ist der Dezember ein Geschenk Gottes (ha!). Eine offizielle Einladung, ungeniert leiden zu dürfen. Zugleich – und das macht den Zwölften an der Reihe erst aus – ist er dazu da, sich noch ungenierter der Hoffnung hinzugeben, dass bald alles anders kommt. Nichts bleibt, wie es war. Wir formulieren schlechte Vorsätze, löschen Nummern aus unseren Smartphones und wiederholen im Loop «2021 wird mein Jahr». You go, girl. Ain’t you need a man. Wir lesen das Jahreshoroskop der Annabelle. «Sie dürfen heisse Tränen der Wut und Leidenschaft weinen, um aus dem Chaos heraus neu geboren zu werden». Wir schwören, weniger zu trinken, mehr Tofu zu essen und besorgen uns eine Sportmatte. 30 Tage lang führen wir also einen Kampf zwischen dem Auskosten mieser Momente, dem Drücken der Replay-Taste und Aufbruchsstimmung. Erbärmlich. Aber zugleich auch geil, nicht?

Ganz ehrlich, ich bin überzeugt davon, dass 2021 ein geniales Jahr wird. Dass es ebenso wie sein Vorgänger nicht leicht wird, aber eben auch verdammt gut. Bis es aber in wenigen Tagen soweit ist, lasse ich diese Dezember-Basic-Bitch in mir mit Stolz ihr verkorkstes Dasein zelebrieren.

Dezember20
Dezember20
Dezember20
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